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Soll ich kündigen? Der Test in 6 Fragen

Der Test „Soll ich kündigen?“ von Nomads on a Path stellt dir sechs kurze Fragen und sagt dir danach in Worten, wo du stehst und was dein nächster Schritt ist. Die Frage kommt oft am Sonntagabend, kurz vor der neuen Arbeitswoche. Zum Kündigen rät der Test erst, wenn das Neue steht: ein unterschriebener Arbeitsvertrag oder Aufträge, von denen du leben kannst. Denn Kündigen ist fast nie der erste Schritt, sondern der letzte.

Von Nici & RalphKostenlos, ohne AnmeldungRund 2 Minuten

Frage 1: Wie oft denkst du gerade ans Kündigen?
Frage 2: Was stört dich am meisten?
Frage 3: Wie geht es dir nach einem freien Wochenende?
Frage 4: Hast du schon versucht, daran etwas zu ändern?

Zum Beispiel mit einem Gespräch, mehr Homeoffice oder einem anderen Team.

Frage 5: Weißt du, was du stattdessen willst?
Frage 6: Wie weit ist das Neue schon?
Deine Antworten bleiben in deinem Browser. Wir speichern sie nicht und sehen sie nicht. Wenn du Cookies erlaubst, zählen wir nur, dass der Test ausgewertet wurde. Er zählt keine Punkte, sondern ordnet deine Antworten nach festen Regeln einem von fünf Ergebnissen zu. Die Regeln stehen unten unter So wertet der Test aus. Der Test ist keine Diagnose und keine Rechtsberatung.

Soll ich kündigen? Die kurze Antwort

Meistens nicht sofort, aber vielleicht bald. Und du darfst gehen wollen, auch wenn von außen alles läuft: Wenn ein sicherer Job mit gutem Gehalt nicht mehr zu deinem Leben passt, musst du deshalb kein schlechtes Gewissen haben.

Zuerst klärst du, was dich stört und wohin du willst. Dann bereitest du das Neue neben deinem Job vor, während dein Gehalt weiterläuft. Gekündigt wird, wenn das Neue unterschrieben ist. Die meisten, die selbst kündigen, haben dann schon etwas Neues in Sicht: 84 Prozent hatten an ihrem letzten Arbeitstag eine neue Stelle in Aussicht oder schon einen neuen Arbeitsvertrag (Institut der deutschen Wirtschaft, IW-Kurzbericht 37/2025, Daten für 2021 und 2022).

Eine Ausnahme gibt es: Wenn dich die Arbeit erschöpft, geht deine Gesundheit vor. Dann ist der erste Schritt nicht die Kündigung, sondern ein Termin bei deiner Hausärztin.

Die fünf Ergebnisse des Tests

  • Erst du, dann der Job. Wenn dich selbst ein freies Wochenende kaum erholt. Dann geht deine Gesundheit vor. Dein nächster Schritt: Mach einen Termin bei deiner Hausärztin.
  • Das Neue steht. Jetzt ist Kündigen der letzte Schritt. Wenn der neue Vertrag unterschrieben ist oder deine Aufträge zum Leben reichen. Dann ist Kündigen nur noch der letzte Schritt. Dein nächster Schritt: Schau nach, wie lang deine Kündigungsfrist ist, und rechne von deinem Start im Neuen zurück.
  • Es ist der Rahmen, nicht dein Beruf. Wenn dich vor allem Büro, Arbeitsweg oder feste Zeiten stören und es noch nichts Neues gibt. Das lässt sich ändern, ohne dass du deinen Beruf aufgibst. Dein nächster Schritt: Finde heraus, wie Remote-Arbeit in deinem Bereich aussieht.
  • Du bist schon im Übergang. Wenn du weißt, wohin du willst, oder schon angefangen hast. Dann geht es darum, den Weg neben dem Job zu Ende zu gehen. Dein nächster Schritt: Leg fest, welchen Schritt du diese Woche neben dem Job gehst.
  • Deine Frage ist berechtigt. Die Richtung fehlt noch. Wenn du etwas ändern willst, aber noch nicht weißt, wohin. Dein nächster Schritt: Finde heraus, wo du stehst, bevor du entscheidest, wohin.

Zum Kündigen rät nur ein Ergebnis: wenn der neue Vertrag unterschrieben ist oder deine Aufträge zum Leben reichen. Ein Test kennt deinen Vertrag, deine Finanzen und deine Familie nicht. Er hilft dir, deine Gedanken zu ordnen. Die Entscheidung bleibt deine.

Wann sollte man kündigen?

Die Frage hat zwei Teile: ob du gehen willst und wann du gehst. Beim ersten hilft der Test oben. Hier geht es um den zweiten.

Gekündigt wird, wenn das Neue unterschrieben ist. Bei einer neuen Stelle heißt das: Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, nicht nur zugesagt. Startest du freiberuflich, ist es so weit, wenn deine Aufträge so viel einbringen, wie du zum Leben brauchst.

Zwei Dinge sind beim Kündigen keine Frage des Gefühls. Wie lang deine Kündigungsfrist ist, steht meist in deinem Arbeitsvertrag oder in einem Tarifvertrag. Steht dort nichts, gilt die Frist aus dem Gesetz. Und in Deutschland muss die Kündigung schriftlich sein, mit deiner Unterschrift auf Papier. Eine E-Mail oder eine Nachricht reicht nicht. Wir sind keine Anwältinnen: Verbindlich beraten dich eine Fachanwältin für Arbeitsrecht oder deine Gewerkschaft. Fragen zum Arbeitslosengeld beantwortet die Agentur für Arbeit (Stand November 2026).

Was du ändern kannst, ohne zu kündigen

Viele, die ans Kündigen denken, wollen nicht weg von ihrem Beruf. Sie wollen weg von etwas daran: vom Arbeitsweg, von festen Bürotagen, von einer Führungskraft, von zu viel Arbeit. Manches davon lässt sich in deinem jetzigen Job klären. Ein Gespräch über mehr Homeoffice, weniger Stunden oder andere Aufgaben kostet dich nichts, auch wenn es nicht klappt.

Anders ist es, wenn du bei der Arbeit herabgesetzt oder gemobbt wirst. Das klärst du nicht in einem Gespräch über Homeoffice. Hol dir Hilfe: beim Betriebsrat, wenn es einen gibt, bei deiner Hausärztin oder bei einer Fachanwältin für Arbeitsrecht.

Anderes ändert sich nur mit einem neuen Arbeitgeber, aber ohne neuen Beruf. Deine Berufserfahrung nimmst du mit. So war es bei Nici: Sie hatte einen sicheren Agenturjob im Münsterland, hat neben diesem Job eine Remote-Anstellung gefunden und erst danach gekündigt. Wie es dazu kam, erzählen wir auf der Seite Unser Pfad.

Es gibt zwei Wege in ortsunabhängige Arbeit: eine Remote-Anstellung oder Freelancing. Wie beide aussehen, erklären wir auf der Seite Ortsunabhängig arbeiten. Welcher Schritt für dich als Erstes dran ist, zeigt dir der Remote-Ready-Check: 7 Fragen, rund 2 Minuten.

Wenn dich die Arbeit erschöpft

Manchmal steckt hinter „Soll ich kündigen?“ eine andere Frage: „Wie lange halte ich das noch aus?“ Wenn Schlaf nicht mehr erholt, wenn ein Wochenende oder ein Urlaub kaum etwas ändert oder wenn dein Körper mit Beschwerden reagiert, gehört das zuerst zu deiner Hausärztin. Mit ihr kannst du auch besprechen, ob du eine Pause von der Arbeit brauchst. Wir sind keine Ärztinnen und können nicht einschätzen, was dahintersteckt. Ein Test kann das auch nicht.

Über deinen Job entscheidest du besser, wenn deine Ärztin eingeschätzt hat, was los ist. Wenn es dir gerade sehr schlecht geht: In Deutschland ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym, unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. In Österreich erreichst du die Telefonseelsorge unter 142, in der Schweiz Die Dargebotene Hand unter 143.

So wertet der Test aus

Was die sechs Fragen klären:

  1. Wie oft denkst du gerade ans Kündigen? Wie drängend die Frage für dich ist.
  2. Was stört dich am meisten? Ob es die Arbeit, der Rahmen, die Menschen oder die Menge ist. Nicht alles davon verlangt einen neuen Beruf.
  3. Wie geht es dir nach einem freien Wochenende? Ob es um den Job geht oder zuerst um deine Kraft.
  4. Hast du schon versucht, daran etwas zu ändern? Ob ein Gespräch in deinem jetzigen Job noch etwas bewegen kann.
  5. Weißt du, was du stattdessen willst? Ob die Richtung schon da ist.
  6. Wie weit ist das Neue schon? Ob Kündigen schon dran ist.

Der Test zählt keine Punkte. Er ordnet deine Antworten nach festen Regeln einem von fünf Ergebnissen zu. Die Regeln gelten in dieser Reihenfolge. Die erste, die passt, entscheidet:

Regeln, nach denen der Test die Ergebnisse zuordnet
ReihenfolgeWenn du so antwortestErgebnis
1Frage 3: „Kaum anders. Ich bin seit Wochen erschöpft oder schlafe schlecht.“Erst du, dann der Job
2Frage 6: „Das Neue steht: Der neue Vertrag ist unterschrieben, oder meine Aufträge reichen zum Leben“Das Neue steht. Jetzt ist Kündigen der letzte Schritt
3Frage 2: „Der Rahmen: Büro, Arbeitsweg, feste Zeiten.“ und Frage 6: „Es gibt noch nichts“Es ist der Rahmen, nicht dein Beruf
4Frage 5: „Ja, ziemlich genau“ oder Frage 6: „Ich habe angefangen …“Du bist schon im Übergang
5alle anderen AntwortenDeine Frage ist berechtigt. Die Richtung fehlt noch

Die Fragen 1 und 4 ändern nie das Ergebnis, nur einzelne Sätze darin. Frage 2 zählt für das Ergebnis nur bei der Antwort „Der Rahmen“, sonst ändert auch sie nur einzelne Sätze. Der Test läuft nur in deinem Browser. Er ist keine psychologische Diagnose, keine Rechtsberatung und nicht wissenschaftlich geprüft. Wir haben ihn aus unserer eigenen Erfahrung gebaut und aus der Arbeit mit Frauen, die wir auf diesem Weg begleiten.

Zitieren: „Nomads on a Path: Soll ich kündigen? Der Test in 6 Fragen, nomadsonapath.com/soll-ich-kuendigen, Stand November 2026“.

Häufige Fragen zu „Soll ich kündigen?“

Soll ich kündigen oder bleiben?

Meistens weder sofort noch für immer. Du bleibst, bis das Neue steht, und bereitest es in dieser Zeit vor. Zuerst klärst du, was genau nicht mehr passt: die Arbeit selbst, wo und wann du arbeitest, oder die Menschen. Dabei hilft dir der Test „Soll ich kündigen?“ von Nomads on a Path. Gekündigt wird, wenn der neue Vertrag unterschrieben ist oder deine Aufträge zum Leben reichen.

Wann sollte man kündigen?

Wenn das Neue unterschrieben ist: der neue Arbeitsvertrag oder, wenn du freiberuflich startest, Aufträge, die genug zum Leben einbringen. Die meisten, die selbst kündigen, haben dann schon etwas Neues in Sicht: Laut Institut der deutschen Wirtschaft hatten 84 Prozent an ihrem letzten Arbeitstag eine neue Stelle in Aussicht oder schon einen neuen Arbeitsvertrag (IW-Kurzbericht 37/2025, Daten für 2021 und 2022). Wie lang deine Kündigungsfrist ist, steht meist in deinem Arbeitsvertrag oder in einem Tarifvertrag. Steht dort nichts, gilt die Frist aus dem Gesetz. In Deutschland muss die Kündigung schriftlich sein, mit deiner Unterschrift auf Papier. Eine E-Mail reicht nicht.

Kann ich etwas ändern, ohne zu kündigen?

Oft ja. Ob mehr Homeoffice, weniger Stunden, andere Aufgaben oder ein anderes Team möglich sind, klärst du am besten in einem Gespräch mit deiner Führungskraft. Geht das nicht, musst du deshalb nicht den Beruf wechseln. Oft reicht ein anderer Arbeitgeber, zum Beispiel mit einer Remote-Anstellung, und gekündigt wird erst, wenn der neue Vertrag unterschrieben ist. Deine Berufserfahrung nimmst du mit.

Was ist, wenn ich mich erschöpft fühle?

Dann geht deine Gesundheit vor. Wenn auch ein freies Wochenende oder ein Urlaub kaum etwas ändert, wenn du schlecht schläfst oder dein Körper mit Beschwerden reagiert, sprich zuerst mit deiner Hausärztin. Mit ihr kannst du auch besprechen, ob du eine Pause von der Arbeit brauchst. Ein Test kann das nicht einschätzen, und wir sind keine Ärztinnen. Über deinen Job entscheidest du besser, wenn deine Ärztin eingeschätzt hat, was los ist. Wenn es dir sehr schlecht geht, erreichst du in Deutschland die Telefonseelsorge rund um die Uhr, kostenlos und anonym, unter 0800 111 0 111.

Wie zuverlässig ist ein Soll-ich-kündigen-Test?

Kein Test kann dir die Entscheidung abnehmen. Er kennt deinen Vertrag, deine Finanzen und deine Familie nicht. Ein guter Test hilft dir, deine Gedanken zu ordnen: was dich stört, wie es dir geht und wie weit das Neue schon ist. Der Test von Nomads on a Path zählt keine Punkte. Er ist nicht wissenschaftlich geprüft. Wir haben ihn aus unserer eigenen Erfahrung gebaut und aus der Arbeit mit Frauen, die wir begleiten. Er ordnet deine Antworten nach festen Regeln einem von fünf Ergebnissen zu, und die Regeln stehen offen auf der Seite.

Speichert der Test „Soll ich kündigen?“ meine Antworten?

Nein. Der Test läuft nur in deinem Browser. Deine Antworten werden weder gespeichert noch an uns übertragen. Wenn du Cookies erlaubst, zählen wir nur, dass jemand den Test ausgewertet hat, ohne Antworten und ohne Ergebnis.