Zwei gute Jobs, ein leises Fragezeichen
Von außen war bei uns alles in Ordnung. Nici hatte sich ihren Weg durch Werbe- und Kommunikationsagenturen aufgebaut, Ralph seinen im E-Commerce und Online-Marketing. Sichere Jobs, nette Kolleginnen und Kollegen, ein normales Leben im Münsterland.
Und trotzdem stellten wir uns immer öfter dieselben Fragen: Immer am gleichen Ort? Immer derselbe Tagesablauf? Immer dieselbe Arbeit — noch dreißig Jahre lang? Unsere größte Leidenschaft war das Reisen, und dafür blieben uns dreißig Urlaubstage im Jahr. Das war kein Drama. Es war Routine. Aber genau das war das Problem.
Der Sommer, in dem wir uns entschieden haben
Im Sommer 2022 haben wir aufgehört, die Fragen wegzuschieben — und uns erlaubt, sie ernst zu nehmen. Die Entscheidung fiel nicht laut, sondern am Küchentisch: Wir bauen uns ein Leben auf, in dem unsere Arbeit nicht mehr an einen Ort gebunden ist.
Wichtig dabei: Wir sind nicht gesprungen. Wir haben uns ein Jahr Zeit gegeben und beschlossen, alles neben unseren Jobs aufzubauen — mit laufendem Gehalt und ohne Alles-auf-eine-Karte.
Der Aufbau neben dem Job
Was dann kam, war vor allem eines: Planung. Abends und am Wochenende haben wir uns durch alle Fragen gearbeitet, die zwischen uns und der Ortsunabhängigkeit standen:
- Krankenversicherung im Ausland
- Konten und Karten ohne Auslandsgebühren
- Versicherungen, Verträge, Wohnungsauflösung
- Visabestimmungen und Reiseplanung
- Und als Generalprobe: vier Wochen Workation auf den Kanaren — um zu testen, ob Arbeiten und Unterwegssein für uns wirklich zusammenpassen
Eingeweiht haben wir zunächst nur unsere Schwestern. Nicht aus Geheimniskrämerei — sondern weil wir unsere Entscheidung vor dem Satz „Das funktioniert doch eh nicht“ schützen wollten, solange sie noch jung war. Am Ende kam es übrigens anders: Unsere Familien und Freunde haben uns mit viel Liebe und Support begleitet. Wir wissen heute, dass das nicht allen so geht.

Nici wurde angestellt, Ralph machte sich selbstständig
Für die Frage, wie wir unterwegs Geld verdienen, haben wir zwei verschiedene Antworten gefunden — ohne damals zu ahnen, wie wichtig genau das später werden würde.
Nici fand eine Remote-Anstellung: über die richtigen Plattformen und Bewerbungen, die aus der Masse herausstachen. Ralph machte sich als Freelancer selbstständig — sein erster Kunde war sein früherer Arbeitgeber, und die nächsten kamen über Empfehlungen.
Heute wissen wir: Wir sind genau die zwei Wege gegangen, die es in die Ortsunabhängigkeit gibt — Remote-Job und Freelancing. Und weil wir beide selbst kennen, begleiten wir heute beide.
Ein Oneway-Ticket nach Thailand
Geplant war ein Jahr. Gebraucht haben wir sechs Monate. Anfang 2023 war die Wohnung aufgelöst, die letzten Arbeitstage lagen hinter uns, der Abschied war gefeiert — und wir saßen mit einem Oneway-Ticket im Flieger nach Thailand.
Nicht, weil wir mutiger sind als andere. Sondern weil zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu springen war: Die Arbeit stand, die Fragen waren beantwortet, der Boden trug. Der Abflug war kein Sprung mehr — nur noch der nächste Schritt.
Eine Base in Bangkok — und Nici geht den zweiten Weg
Zum 1. Januar 2026 haben sich zwei Dinge verändert. Nici hat sich nach ihren Jahren in Remote-Anstellung ebenfalls selbstständig gemacht — sie arbeitet seitdem als Freelancerin im Online-Marketing. Damit kennt sie inzwischen beide Wege aus eigener Erfahrung: erst angestellt, jetzt selbstständig.
Und wir haben uns ein Zuhause gesucht: Seit Anfang 2026 leben wir in Thailand, mit einer festen Base in Bangkok. Von dort aus bereisen wir weiter die Welt — nur kommen wir jetzt an einen Ort zurück, der unserer ist.
Arbeit, die sich unserem Leben anpasst
Heute arbeiten wir beide als Freelancer — Nici im Online-Marketing, Ralph im E-Commerce. Mal sind wir unterwegs, mal länger in Bangkok, mal zu Besuch in Deutschland. Und genau das ist für uns der Kern: Es geht nicht ums ständige Reisen. Es geht darum, dass wir entscheiden können.
Die Sonntagabende fühlen sich heute anders an. Nicht, weil jeder Tag aufregend wäre — sondern weil die Arbeit sich unserem Leben anpasst und nicht umgekehrt.
Warum es Nomads on a Path gibt
Auf unserem Weg haben wir gemerkt, wie viele Frauen sich dieselben Fragen stellen, die wir uns damals gestellt haben — und wie wenige ehrliche Antworten es gibt. Viel Hochglanz, viele schnelle Versprechen, wenig Plan.
Deshalb gibt es Nomads on a Path: Wir begleiten Frauen auf dem Weg in die ortsunabhängige Arbeit — auf beiden Wegen, die wir selbst gegangen sind. Nüchtern statt mit Versprechen, Schritt für Schritt statt mit Sprung, und immer neben dem Job, den du noch hast.
Und dein Weg?
Er muss nicht nach Thailand führen — nur zu Arbeit, die sich deinem Leben anpasst. Der erste Schritt ist klein: Finde heraus, wo du gerade stehst.
Mach den Remote-Ready-Check →Kostenlos · 7 Fragen · in 2 Minuten
Wie wir begleiten: The Nomads Work
