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Projektbörse oder Plattform?Deutschsprachige AnbieterInternationale AnbieterWas dir Listen nicht sagenDer unterschätzte Weg: dein NetzwerkHäufige FragenProjektbörse oder Plattform — was ist der Unterschied?
Kurz erklärt
Auf einer Projektbörse schreiben Unternehmen konkrete Projekte aus, und Freelancerinnen bewerben sich darauf. Auf einer Plattform läuft es umgekehrt: Du legst ein Profil mit deinem Angebot an, und Kundinnen und Kunden finden und buchen dich. Viele Anbieter mischen inzwischen beide Modelle.
Deutschsprachige Anbieter
| Anbieter | Typ | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| freelancermap.de | Projektbörse | Eine der größten deutschen Börsen, stark bei IT- und Projektrollen |
| freelance.de | Projektbörse | Breites Spektrum über viele Branchen |
| Malt | Plattform | Profil-basiert, viele Marketing- und Kreativ-Buchungen |
| Junico | Projektbörse | Kleinere Projekte — guter Ort für erste Referenzen |
| dasauge.de | Projektbörse | Spezialisiert auf Design und Kreative |
| LinkedIn / XING | Netzwerk | Keine klassische Börse — aber viele Anfragen entstehen genau hier |
Internationale Anbieter
| Anbieter | Typ | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Upwork | Börse + Plattform | Weltweit am größten, alle Bereiche — hohe Konkurrenz, Gebühren einrechnen |
| Fiverr | Plattform | Feste Angebots-Pakete („Gigs“) — Einstieg leicht, Preisdruck hoch |
| PeoplePerHour | Börse + Plattform | Stunden- und Projektbasis, englischsprachige Kundschaft |
| Toptal | Plattform | Streng kuratiert (Tech/Design) — hohe Hürde, hohe Sätze |
Ehrlich eingeordnet: Auf den großen internationalen Plattformen konkurrierst du weltweit — auch über den Preis. Für den Start im deutschsprachigen Markt sind deutsche Börsen und dein Netzwerk meist der leichtere Weg; die internationalen Plattformen lohnen sich, sobald du ein spitzes Angebot und erste Referenzen hast.
Was dir Plattform-Listen nicht sagen
- Dein Profil ist deine Bewerbung. „Ich mache alles“ wird nicht gebucht — eine klare Nische mit konkreten Ergebnissen schon.
- Bewertungen brauchen Zeit. Die ersten Wochen auf einer Plattform sind zäh — das ist normal und kein Zeichen, dass du nicht gut genug bist.
- Rechne Gebühren und Provisionen ein, bevor du deinen Preis nennst — sonst arbeitest du unter Wert.
- Lass dich nicht in den Preiskampf ziehen. Wer über den niedrigsten Preis gewinnt, gewinnt die anstrengendsten Kunden.
Der unterschätzte Weg: dein Netzwerk
Der wichtigste Hinweis kommt zum Schluss, weil er in Plattform-Listen nie steht: Die ersten Kundinnen und Kunden kommen selten über ein anonymes Profil — sondern über Menschen, die deine Arbeit schon kennen. Ralphs erster Kunde als Freelancer war sein früherer Arbeitgeber; die nächsten kamen über Empfehlungen. Die ganze Geschichte liest du hier.
Dein bisheriges Berufsleben ist voller Kandidaten: Ex-Arbeitgeber, frühere Kolleginnen, Dienstleister und Partner von damals. Ein ehrliches „Ich mache mich gerade mit X selbstständig — kennst du jemanden, der das braucht?“ öffnet mehr Türen als jedes optimierte Plattform-Profil.
Und wenn das Netzwerk nicht reicht: Im Mentoring The Nomads Work hilft dir unser RemoteCockpit beim Start — es findet potenzielle erste Kundinnen und Kunden für dein Angebot und rechnet dir aus, welcher Stundensatz dein Wunsch-Netto wirklich trägt.
Häufige Fragen zu Projektbörsen und Plattformen
Welche Plattform ist für den Einstieg am besten?
Für den deutschsprachigen Markt: eine deutsche Projektbörse passend zu deinem Feld (z. B. freelancermap oder dasauge für Kreative) plus ein gepflegtes LinkedIn-Profil. Kleinere Börsen wie Junico eignen sich gut für erste Referenzen. International lohnt sich der Einstieg, sobald Angebot und Referenzen stehen.
Was kosten Projektbörsen und Plattformen?
Viele Basis-Profile sind kostenlos; verdient wird über Provisionen pro Auftrag oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen. Prüfe das Gebührenmodell vor der Anmeldung und rechne es in deinen Stundensatz ein.
Kann ich neben dem Job auf Projektbörsen starten?
Ja — genau dafür sind kleine Projekte ideal: als Testlauf für dein Angebot, ohne dein Gehalt zu riskieren. Melde deine Selbstständigkeit vorher ordentlich an und kläre, ob dein Arbeitsvertrag eine Nebentätigkeits-Meldung verlangt.
Wie hebe ich mich von der Konkurrenz ab?
Mit Spitzheit statt Breite: ein klares Angebot für eine klare Zielgruppe, konkrete Ergebnisse statt Tätigkeitslisten — und schnelle, verbindliche Antworten. Das schlagen auf jeder Plattform mehr Profile, als du denkst.
Über die Autoren
Nici & Ralph sind die Gründer von Nomads on a Path und arbeiten seit 2023 selbst ortsunabhängig — inzwischen beide als Freelancer: Nici im Online-Marketing, Ralph im E-Commerce. Im Mentoring The Nomads Work begleiten sie Frauen auf beiden Wegen in die Remote-Arbeit. Unsere Geschichte →
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