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Der Strand-MythosUnser echter ArbeitsalltagWie viel wir wirklich arbeitenWo wir tatsächlich arbeitenWarum wir es trotzdem nicht tauschen würdenHäufige FragenDer Strand-Mythos
Das Bild vom Laptop am Strand ist das bekannteste Foto des ortsunabhängigen Arbeitens — und das unehrlichste. Die Wahrheit kennt jede, die es einmal probiert hat: Auf dem Display spiegelt sich die Sonne, Sand und Technik vertragen sich nicht, und stabiles WLAN gibt es am Wasser selten. Das Strandfoto ist eine Pause, kein Arbeitsplatz. Wer dir das Gegenteil verkauft, will dir meistens etwas verkaufen.
Unser echter Arbeitsalltag
Unser Tag sieht dem Tag im Büro ähnlicher, als viele denken: Morgens Kaffee und die wichtigsten Aufgaben, Video-Calls mit Kunden und Team, konzentrierte Blöcke, Feierabend. Der Unterschied liegt nicht darin, dass wir arbeiten — sondern wo und wie selbstbestimmt. Seit Anfang 2026 ist Bangkok unsere Base: Wir haben eine Wohnung, feste Routinen, einen Lieblings-Coworking-Space. Von hier aus bereisen wir die Welt — aber der Alltag dazwischen ist erstaunlich normal. Und genau das mögen wir an ihm.
Wie viel wir wirklich arbeiten
Ehrliche Zahlen statt Vier-Stunden-Woche: Ralph arbeitet als Freelancer je nach Projektlage etwa 33 bis 37 Stunden pro Woche, bei Nici sind es rund 35 Stunden. In der Aufbauphase am Anfang waren es zeitweise deutlich mehr — eher 60 als 40. Wer dir erzählt, ortsunabhängig hieße nebenbei reich werden, lässt diesen Teil weg.
Der echte Gewinn ist ein anderer: Wir entscheiden, wann diese Stunden stattfinden. Ein freier Vormittag unter der Woche, dafür ein konzentrierter Sonntag — niemand muss das genehmigen.
Wo wir tatsächlich arbeiten
- In der Wohnung — der meiste Teil der Arbeit passiert am ganz normalen Schreibtisch oder Küchentisch.
- Im Coworking-Space — für konzentrierte Tage, stabiles Internet und den Kontakt zu anderen, die genauso arbeiten.
- Im Café — für Aufgaben ohne Calls; eher Abwechslung als Standard.
- Unterwegs — auf Reisen planen wir Arbeitsblöcke bewusst, statt sie in Strandtage zu quetschen.
Warum wir es trotzdem nicht tauschen würden
Wenn ortsunabhängiges Arbeiten am Ende normale Arbeit ist — warum dann das Ganze? Weil sich eine Sache grundlegend geändert hat: Die Arbeit passt sich unserem Leben an, nicht umgekehrt. Wir entscheiden über Ort, Rhythmus und Umgebung. Die Sonntagabende fühlen sich anders an als früher — nicht, weil jeder Tag aufregend wäre, sondern weil keiner mehr fremdbestimmt ist. Wie wir dahin gekommen sind, liest du in unserer Geschichte — und was der Begriff wirklich bedeutet, im Grundlagen-Artikel „Ortsunabhängig arbeiten“.
Häufige Fragen zum Alltag
Arbeiten digitale Nomaden weniger als andere?
Nein — der Umfang ähnelt einem normalen Vollzeitjob, bei uns rund 33 bis 37 Stunden pro Woche, in Aufbauphasen mehr. Der Unterschied liegt in der Selbstbestimmung über Ort und Zeiteinteilung, nicht in der Stundenzahl.
Kann man wirklich am Strand arbeiten?
Praktisch kaum: Blendung, Hitze, Sand und fehlendes WLAN machen den Strand zu einem schlechten Arbeitsplatz. Gearbeitet wird in Wohnung, Café oder Coworking-Space — der Strand ist für die Pause danach.
Muss man dafür dauerhaft reisen?
Nein. Viele ortsunabhängig Arbeitende haben eine feste Base — wie wir in Bangkok — oder bleiben ganz in Deutschland. Ortsunabhängigkeit heißt, den Ort wählen zu können, nicht ihn ständig zu wechseln.
Über die Autoren
Nici & Ralph sind die Gründer von Nomads on a Path und arbeiten seit 2023 selbst ortsunabhängig — inzwischen beide als Freelancer: Nici im Online-Marketing, Ralph im E-Commerce. Im Mentoring The Nomads Work begleiten sie Frauen auf beiden Wegen in die Remote-Arbeit. Unsere Geschichte →
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